Sonntag, 16. November 2014

Zartes Novemberlicht

Helles Tageslicht ist eine ganz kostbare Sache. Für mich lebenswichtig. Eigentlich wurden wir diesbezüglich bisher verwöhnt, welch schöne Tage wurden uns von der Natur in diesem November geschenkt. Heute sieht es allerdings draußen nach typischem Novemberlicht aus. Den ganzen Tag wird es nicht richtig hell.
Um so schwieriger ist es dann ein gutes Foto einer zartgrüntürkisfarbenen Seife zu machen.

Eigentlich sollte sie auch ganz anders aussehen.
Ich wollte das von vielen Siedern aus dem Seifentreff gepriesene Rezept von Dandelion ausprobieren.
Guardian II
26% Kokos
20% Distel ho
16% Olive
16% Mandel
12% Reiskeim
10% Kakaobutter

Ich habe es mit 10 % Überfettung und normaler Lauge aus dest. Wasser ohne Zusätze angesetzt.

Ein kleiner Swirl mit Aquamarin und WEP Hedgerow sollte auch entstehen und das PÖ Yuzu sollte den Duft spenden.

So weit, so gut. Bis zu dem Punkt, als ich das PÖ in den Hauptleim gab, lief alles super. Aber dann Grießbrei in Sekunden, wildes Einkippen, Spachteln, zwischendurch die Farbleime ohne Duft, super gießfähig, einmal mit dem Bügel durch und ab in die Isokiste. Die Gelphase verlief von außen sichtbar so gut, dass in mir schon die Hoffnung keimte, es könnte doch noch was werden.

Aber beim Ausformen wurde mir klar, det war wohl nichts. Ein öliges löcheriges Blockstück. 




Ich glaube, das war die bisher misslungenste Seife, die ich je hatte. Zum Glück sind grün und blau gut mischbare Farben und ergeben kein k....braun.
Also hab ich noch im Nachthemd........man sieht die Geduld, die ich im Laufe meiner Siederei erworben habe............den fettigen Klumpen kleingeschnitten und mit 2 Tl Mandelöl und 3 TL Schafsjoghurt in der Microwelle zwangsumgestaltet. Tja eine kleine Not-Microwellen-OHP hat auch seine Reize.
Zum Glück blieb der leckere Duft erhalten. Eine zarte Goldader und ein paar Stempelchen runden das "Zarte Novemberlicht" ab. Und ein paar Jojobaperlen und Glitter zieren das sonst etwas unscheinbare Topping.
Leider kann man den Glitzer wieder nicht so schön sehen, wie er in Natur aussieht. 







 Bei diesem Foto stimmt die Farbe überhaupt nicht, aber dafür kommt das Glitzern etwas besser zur Geltung.

Leider kann ich nun über die Eigenschaften, die dieses Rezept eigentlich haben soll, nämlich schöne glatte Seifenoberflächen, nicht wirklich etwas sagen, da wird es wohl noch einen Test geben müssen.
Tja, hätte ich vorher genauer nachgelesen, wäre ich mit Yuzu wohl etwas vorsichtiger gewesen. "Dickt an" konnte ich im Seifentreff bei den Düften lesen. 

Kommentare:

Renates Seife hat gesagt…

Die hast du aber schön gerettet. In zartgrün mit den tollen Stempeln sieht sie doch prächtig aus.

GLG
Renate

goodgirl hat gesagt…

Eingeschmolzen gefällt sie mir deutlich besser ;). Super gerettet, würde ich sagen!

LiSa hat gesagt…

Also...wer nicht weiß, dass diese Seife *wiederbelebt* wurde, der hält sie einfach nur für ein ganz bezauberndes Seifchen mit einer tollen Farbe.
LG