Donnerstag, 30. Oktober 2014

Eyjafjallajökull oder Glück gehabt

denn dieses Seifchen hatte seinen eigenen Kopf.
Eigentlich fing es schon beim Rezept an. Ich habe ewig daran rumgetüftelt.
Ich wollte doch weiter mit den Fetten arbeiten, die noch im Haus sind und erst mal keine weiteren dazukaufen, bevor die Bestände nicht etwas reduziert sind.

Nachdem ich zufrieden damit war, kam ein sehr luxuriöses Rezept mit 7 % Überfettung dabei raus. Die Lauge mit destl. Wasser. Duft männlich, Bossa Nova. Farbe WEP Mischung aus Hedgerow und Chambray, Schwarz med. Buchenholzkohle, Weiß Tiox

17,5 % Babassu
17,5 % Shea
17,5 % Mandel
17,5 % Erdnuss
17,5 % Distel h.o.
12,3 % Palm

Soweit lief erst mal alles ganz gut, bis ich dann das Parfümöl hinzugefügt hatte.
Alles verwandelte sich in "wunderbaren" Grießbrei. An meinen geplanten zarten schwarz-weißen Swirl in grüner Grundseife war überhaupt nicht mehr zu denken.
Die ganze Pampe hab ich dann nur noch in die Form geschaufelt, den zuvor unten reingestellten Bügel, irgendwie nach oben gezogen und oben auch noch was raufgepamt.
Die vorbereiteten Transparentseifenstückchen noch schnell reingedrückt und dann ab in die Isokiste.
Leichter Ölaustritt machte mir etwas Sorgen, aber heute war der größte Teil wieder eingezogen. Es könnte auch zum Teil die aufgeheizte Transparentseife gewesen sein, die sich etwas verteilt hat. Man weiß es nicht genau.
Der Küsschentest bescheinigt jedenfalls, alles ist o.k.

Etwas gewöhnungsbedürftig sah sie von außen schon aus. Besonders die krisselige Oberfläche, als wenn der Grießbrei erstarrt wäre.
Aber der Anschnitt ließ mich dann doch aufatmen. Sie hatte noch die Kurve gekriegt und muss zum Glück nicht eingeschmolzen werden, hat sie doch lauter kleine Gletschervulkane in ihrem Inneren.

Kommentare:

miscellanea hat gesagt…

Also ich finde die Seife richtig klasse. Ein bisschen retro, aber ganz ungewöhnlich.
Viele Grüße
Petra

Schaumzwerg hat gesagt…

Ich finde, die Seife hat was .... trotz Griesbrei!

LG
Eva