Montag, 9. März 2015

Butterfly..........oder die ersten Bienen sind schon fleißig

Gestern habe ich den ersten Schmetterling durch den Garten flattern sehen. Die wunderbar warmen Sonnenstrahlen haben ihn aus seiner Winterstarre gelockt. Er und die anderen frühen Insekten tummeln sich dankbar auf Krokus, Zaubernuss, Schneeglöckchen und Duftschneeball.

Sogar heute beim fotografieren der Seife, drängelte sich ein Bienchen ins Bild.

Darum lasse ich nun die frühlingshaften Bilder sprechen. Und weil ich die Stimmung auf den Fotos so schön finde, gibt's diesmal wieder die volle Dröhnung!!!


Die Gruppenfotos:














Für die Einzelformen hatte ich etwas Leim abgeteilt und extra beduftet.










Wenn die kleine Biene sich so ins Bild drängelt, darf die Seife ruhig unscharf auf dem Foto sein.



29,1 % Distel ho
25,2 % Kokos
19,4 % Schmalz
9,7 % Reiskeim
9,7 % Kakaobutter
2,9 % Rizi
3,9 % Mandel

Salz, Zucker, destl. Wasser
Duft für die Butterfly, "An afternoon in the garden", Farbe WEP Delphinium
Duft für die Einzelformen " Orangentraum", Farbe Gracefruit flüssig Aqua
10 % Überfettung




Dienstag, 17. Februar 2015

Ohnegrün....

ein Zebra-Pfau.

Da im Moment im Seifentreff die schönsten Swirlseifen der Gattung Zebra-Pfau erschaffen werden, konnte ich mich dem Sog nicht widersetzen und musste es auch probieren.
Wieder mit knalligen Farben, aber ohne Grün :-)
Da ich eine kleine Menge Parfümöl "Fresh Mango" (10ml) verarbeiten wollte, mir der Duft aber etwas lau aus dem Fläschchen entgegenkam, habe ich noch etwas ÄÖ Litzea hinzugegeben. Dadurch wurde er frischer und intensiver.
Bei dieser Minimenge Duft, konnte auch nur eine Minimenge Fett (250g) verarbeitet werden. In der kleinen Form ist auch nicht viel gestalterisch zu machen, aber ich denke verstecken muss ich sie nicht.

Ein einfaches Rezept, welches sehr lange flüssig bleibt, hat mir das Eingießen leicht gemacht.

Je 1/3 Kokosöl, Schmalz und Erdnussöl
8 % Überfettung
Lauge aus destl. Wasser mit 6 g Salz und 5 g Zucker
Farben WEP: Peacock, Delphinium, Fuchsia

Es ist schon erstaunlich, wie sich die Seife verändert. Frisch eingefüllt üppig glänzend mag ich sie sehr. Die heiße Gelphase sichert die leuchtenden Farben. Obwohl es der Guten hier schon fast zu heiß wurde



Der erste Schnitt, vertikal



Dann geht es horizontal weiter. Es sind dabei 4 Stücke plus einem vertikalen Endstück rausgekommen.


Die Oberseiten

Die Mittelseiten


Die Unterseiten mit dem Endstück





Dienstag, 10. Februar 2015

Undine

die schöne Wassernymphe




Topping mit Mica-in-Öl-Malerei nach dem Einfüllen





Leider wurde das Grün etwas verschluckt






Und weil der Leim für das geplante Topping einfach nicht andicken wollte, wurde wieder meine geliebte Hortensienblüte gefüllt.




Rückseite mit Mica-in-Öl-Malerei





Rezept für 500 g Gesamtfettmasse, 9 % Überfettung

25 % Olivenöl
25 % Erdnussöl
20 % Kokosöl
20 % Palmöl
5 % Schmalz
5 % Kakaobutter

Lauge mit 15g Salz in 175g Rosenwasser und 3 Tl Zucker
Duft PÖ Japanese Grapefruit
Farbe WEP Apple, Mischung aus WEP Hedgerow und Chambray (3:1), Tiox
Im Topping Jojobabeads Forrest Green und Essence Pigment "Kiss the frog" in Öl


Sonntag, 8. Februar 2015

Seiso und Happy

Seiso und Happy sind sehr verschieden.
Seiso eine Seidensoleseife mit Schafsquark, ganz Natur.
Happy, eine Lust- und Launeseife mit Pigmenten und Parfümölen.

Aber so mag ich es eben.

Seiso


12 % Überfettung, 640 g Gesamtfettmasse, in Einzelförmchen mit Gelphase

25 % Olivenöl
25 % Erdnussöl
21 % Palmöl
21 % Kokosöl
8 % Sheabutter

216 g destl. Wasser mit 64 g Meersalz zu Sole angesetzt, 3 TL Zucker, 3 g Tussahseide aufgelöst
80 g Schafsquark zum angedickten Seifenleim
Die Hälfte des Leims wurde unbeduftet eingefüllt, die andere Hälfte bekam 9 g Ätherische Öle hinzu (6 g Lemongras, 2,5 g Latschenkiefer, 0,5 g Fichtennadel)

Man kann den leichten Farbunterschied zwischen den bedufteten und unbedufteten Seifen erkennen. Lemongras färbt etwas gelblich.




Happy


sollte eigentlich ganz anders aussehen, aber so gefällt sie mir auch. Sie wurde horizontal geschnitten.
9 % Überfettung, 666 g Gesamtfettmasse mit Gelphase

25 % Olivenöl
25 % Erdnussöl
20 % Kokosöl
20 % Palmöl
5 % Kakaobutter
5 % Sheabutter

Lauge mit destl. Wasser, 15 g Salz
Duftmischung Parfümöl: Snow, An afternoon in the garden, Coconut Ice
Farbe: WEP Fuchsia und Lemon curd






Dienstag, 27. Januar 2015

Tindved oder

ich kann auch Natur.............

Nach meinem Ausflug in die etwas künstliche Farbwelt mit Lumi Green, war mir nach der anderen Seite der Seifensiederei. Ich liebe die Abwechslung und mag mich nicht festlegen.
Ein ganz natürliches Seifchen musste es diesmal sein und eine Sanddornseife wollte ich schon lange sieden. Der Name ist hier Programm, Tindved heißt Sanddorn auf Norwegisch. Und auch Norwegen verbinde ich mit Natur.

Rezept: 400 g Gesamtfettmasse, 10 % Überfettung ohne Gelphase

25 % Olivenöl
25 % Reiskeimöl
20 % Babassuöl
20 % Kakaobutter
8 % Sheabutter
2 % Rizinussöl

5 g Salz und 30 g Zucker in 75 g destl. Wasser für die Lauge
71 g Sanddornsaft nach dem Andicken des Seifenleims hinzu

Duftmischung aus ätherischen Ölen:
4 g Minze, 4 g Rosengeranie, 2 g Rosenholz, 2 g Anis, 1 g Sandelholz

gefärbt nur durch Sanddornsaft und Tonerde venenz. rot, etwas Kaolin für das hellere im Topping


Ich liebe den Anblick der frisch eingefüllten Seife




Darum gibts gleich noch ein Foto davon




Die natürlichen Schönheiten brauchen sich nicht zu verstecken






Das Topping auch mal im Fokus





Und während ich hier sitze und den Post schreibe, duftet Tindvet frisch minzig mit der Rosengeranie im Einklang und dunkelt schon etwas nach. Hoffentlich bleibt etwas vom schönen Sanddornton erhalten. Ich denke aber, dass sie eher einen bräunlichen Ton bekommen wird. Es ist eben Natur, die hat ihren eigenen Kopf.

Samstag, 24. Januar 2015

Green Hornet vom 19. Januar 15

mir war nach Farbe!!!
Und ich glaube, diese Seife drückt es sehr deutlich aus.
Wer sich nicht nicht Augen verblitzen möchte, schaut jetzt lieber weg und verlässt ganz schnell diesen Post.


"Frisch eingefüllt"



"Ein Resteblümchen"




"Ein Lumi-Schaf"




"Der Aufschnitt"




"Die Schnitten"



Rezept: Minis Seidenglatt mit 8 % Überfettung
30 % Olive
26 % Kokos
20 % Schmalz
10 % Reiskeim
10 % Kakaobutter
4 % Rizi

500 g Gesamtfettmasse
150 g dest. Wasser mit 4 Tl Zucker (21,9 g) und 2 Tl Salz (16,1 g)
4 % Parfümöl Japanese Grapefruit
Farben: Lumi Green, med. Buchenholzkohle, WEP Hedgerow und Cowslip

Dienstag, 6. Januar 2015

Ratzfatz, die erste Rasierseife

Obwohl ich nun so einige Seifen gesiedet habe, gibt es doch noch viel auszuprobieren.
Und da kam es mir nur recht, dass der Rasierschaum aus der Dose seinen letzten Zischer machte.
Mein liebster Göga stand im Bad und fragte nach Rasierseife.

Mhmmmm, die ertauschte Rasierseife hatte schon längst unser Heim auf dem Umweg über meine Beine durch den Abfluss verlassen. Kein einziges Stück Rasierseife konnte ich ihm anbieten.
Sowas geht ja in einem Seifensiederhaushalt nun überhaupt nicht.

Vor längerer Zeit hatte ich mir schon KOH und Kaolin besorgt und es konnte sofort losgehen.
Damit die Rasierseife auch gleich einsetzbar ist, kam nur eine OHP, also Heißverseifung in Frage.

Kein Problem. Nach passenden Rezepten gesucht und losgelegt.
Mischverseifung von KOH und NaOH, wie ging das nochmal, hatte ich doch schon mal gelesen.
Ja, ja.......ach so. Farbe.............ach nö............fürs Männergesicht wäre es doof, wenn Göga plötzlich wie ein Schlumpf aussieht, weil das Pigment ausblutet........also ohne Farbe.

Duft..........mhmmm............natürlich........kein Parfümöl..............ach du grüne Neune..........ätherische Öle mischen........in männlicher Duftrichtung........wird schon werden............einfach mal ausprobieren............jaaaaaa..............riecht nicht schlecht.........das nehmen wir.

Alles vorbereitet, Backofen vorgeheizt, Laugen angerührt, Fette geschmolzen und los geht's.
Mit dem Pürrie bis zum Pudding, dabei noch Kaolin dazu und dann ab in den Ofen und warten. Irgendwie zeigte dieser Leim aber nicht das gewohnte Bild einer Gelphase bei einer OHP. Nach einem Küsschentest durfte er noch ein paar Runden in der Mikrowelle drehen und dann nach weiterem Seife kosten, hatte er ihn bestanden. Nichts bizzelt mehr, also fertig.
Nun noch den vorbereiteten Schafsjoghurt und die Mischung aus ätherischen Ölen dazu und dann ab in die Form. Ne, noch nicht, irgendwie ist das Zeug viel zäher als ich es sonst von einer OHP gewöhnt bin. Also noch den restlichen Schafsjoghurt angewärmt und rein damit.
Aber irgendwie wird es nicht wirklich besser.  Naja, dann spachtel ich es eben in den Wellentray. Wird schon. Einen kleinen Teil noch schnell in ein Töpfchen, soll ja auch eine gute Methode sein, wie Rasierseife daherkommt.
Und was soll ich sagen, ich glaube, das mit dem Töpfchen ist für dieses Rezept die bessere Lösung.
Denn die abgekühlte Seife ist ziemlich weich und kam auch nach dem Aufenthalt im Frost nicht gut aus der Form. Das schöne Wellenmuster ist ziemlich hinüber.

Aber Göga hat sie schon getestet und war begeistert. Was will man mehr. Da kommt es dann nicht darauf an, ob sie besonders schön ist. Spätestens wenn der Rasierpinsel sein erstes Tänzchen auf der Seife gewagt hat, ist ohnehin nichts mehr von der Pracht zu sehen.
Einen kleinen Stempel konnte ich mir bei den besonders platten Stücken dann doch nicht verkneifen.
Göga meinte, es sieht aus, wie die Richtung für den Rasierpinselschwung. Na ist doch super. So soll es sein.

Nun habe ich lange genug rumgeschwafelt.
Hier kommen die Bilder und das Rezept, dass ich im Seifentreff gefunden hab. Ursprünglich wurde es wohl im Beautykosmos von Claudia entwickelt. Nur den Schafsjoghurt habe ich dazugebastelt.





Mischverseifung KOH und NaOH 50:50,
beide Laugen extra angesetzt in destl. Wasser für 4 % Überfettung
47, 6 % Schweineschmalz
47, 6 % Kokosöl
4,8 % Stearin
2 gehäufte Teelöffel Kaolin auf 420 g Gesamtfettmasse
1 Becher Schafjoghurt
ÄÖ Mischung:
11,2 g Lemongras
2,1 g Nelke
4 Tropfen Catjeput
1 Tropfen Birkenteeröl

Ach ja und der Schaum ist übrigens Klasse, richtig standfest und hält lange.
Und ja, es sind meine Finger, die sich auf dem oberen Foto mit eingeschlichen haben.