Montag, 3. August 2015

Der Blaue Mond ist aufgegangen

und nun kann ich auch ein paar Fotos zeigen.

Etwas geziert hat sich das Seifchen schon. Die Schwitzperlen, die sich bei der Verseifung auf den Oberflächen gebildet hatten, wollten nicht schnell einziehen und mehr als noch einen Tag Geduld hatte ich nicht. Daher habe ich mich entschieden, die Tropfen abzutupfen. Den Küsschentest hat sie anstandslos bestanden und nun konnte ich schneiden.
Durch den hohen Blütenanteil, hat sie sich dem Wellenschnitt und auch den Stempelversuchen widersetzt. Ein Bruchstück und ein "Verstempeltes" waren genug. Daher darf sie sich im "Naturkleidchen" präsentieren.
Man kann sehr gut die Schicht erkennen, in die ich noch extra Blüten püriert hatte.




Der kleine SpongeBob Schwammkopf ist für mein Enkelchen reserviert. Der darf extra lange reifen.


Der Duft entwickelt sich in eine umwerfend liebliche Richtung mit Frische. Sehr sehr lecker. Ich schleiche oft zum Schnuppern dran vorbei.

Freitag, 31. Juli 2015

Blauer Mond..............ein seltenes Vollmondereignis

und eine gute Gelegenheit, dieses für mich zu nutzen.
Vollmondnächte sind ja schon für sich alleine immer etwas Besonderes. Aber dieser Vollmond, der nicht wirklich blau ist, sondern ein zweiter Vollmond im laufenden Monat, ist Ausdruck starker Frauenkraft.

Mein Mond-Ritual soll mich in meinem Entschluss bestärken, mich leichter von Dingen zu trennen und mein Zuhause zu entrümpeln und damit Platz für die Dinge zu schaffen, die mir wirklich am Herzen liegen. Was liegt da näher, als dies mit dem entspannten Sieden einer guten Naturseife zu tun.

Meine Gedanken dabei: Einfach und natürlich, mit frischen sonnigen Ringelblumenblüten, ätherische Öle aufbrauchen, nichts dazu einkaufen.
Ach ja, und das Ringelblumenöl vom letzten Jahr soll auch noch mit rein. Neues wird wieder angesetzt und es wäre schade, wenn das alte nicht genutzt würde.

Mein entspannt zusammengebasteltes Rezept verspricht eine milde Seife.

Mandelöl (Ringelblumenöl) 10,6 %
Olivenöl 47,5 %
Kokosöl 19 %
Kakaobutter 13,3 %
Reiskeimöl 9,5 %

536 g Gesamtfettmasse

8 % Überfettung, 10 g Meersalz in die Lauge aus destl. Wasser, etwas reduziert

Und mindestens 4 Hände voll frischer Ringelblumenblüten.

Beduftet mit ca. 3,5 % ÄÖ auf die Gesamtfettmasse
6,5g Citronella (Melissa indica), 6,5g Lavendel, 2,2g Sandelholz, 1,1g Ylang Ylang extra, 2,5g Rosenholz

Nun ruht die gute im warmen Isokistchen, zusammen mit 2 Einzelförmen, eins davon natürlich eine Mondform.


Drückt mir mal die Daumen, dass sie hält, was sie verspricht.




Montag, 13. Juli 2015

Die Pause ist vorbei . . . es geht weiter . . . mit

einer Seifentorte, einem Geburtstagswunsch, vor dem ich mich diesmal fast gedrückt hätte.

Irgendwie kam ich nicht an die Seifentöpfe, entweder war es zu warm, oder etwas anderes stand auf dem Plan, so wirklich hatte ich keine Idee, außerdem hatte ich mir ja vorgenommen, meine Bestände an Rohstoffen etwas zu verringern und hatte dabei aber übersehen, dass man für eine Torte doch eine etwas größere Menge an Parfümöl benötigt.

Aber am Wochenende war es dann soweit. Das Wetter hat mitgespielt und ich konnte wieder bei normalen Temperaturen, die mir nicht schon beim Gedanken den Herd anzuwerfen, Schweißperlen auf die Stirn trieben, in Ruhe in meinen Rohstoffen kramen und so etwa die Richtung bestimmen, in die es mit der Torte gehen könnte.

Und wie es so oft bei mir ist, bin ich erst mal dabei, läuft es wie von alleine. Nur nicht starr festlegen, sondern einfach schauen was kommt.

Heraus kam eine "Relaxte Lindenblütentorte"







Der Tortenboden, hat von mir ein Waffelmuster verpasst bekommen.



Die Reste finden auch immer wieder Verwendung.


Rezept:
Man nehme........

je 25 % Kokos, Palm, Olive und Distel h.o., rühre eine Lauge aus destl. Wasser mit NaOH für eine 8%ige Überfettung an, verzaubere beides zu einer Masse und färbe die Tortenmasse mit gelber Bösnerfarbe, bedufte sie mit PÖ Lindenblüte, was schnell verarbeitet werden sollte und nur mit dem Rührlöffel eingemischt wird, weil es schnell Grießbrei erzeugt. Fülle es in den Tortenbehälter und mische eine neue Masse für den Tortenboden, welcher ungefärbt mit PÖ Relaxing beduftet wird und sich, wenn alles wie geplant läuft, in den nächsten Tagen noch zu Schokobraun verfärben wird.

Am nächsten Tag rühre man eine Whipped aus je 40 % Kokos und Palm und 20 % Raps und einer Lauge für 8% Überfettung mit destl. Wasser (alles sehr vorsichtig, schön kühl aufgeschlagen) bedufte nicht, dressiere es auf den ausgeformten Tortenkörper und garniere das Ganze mit Blüten, Herzen und etwas Glitzer.

Eigentlich hatte ich kleine Tortenstücke und gelbe Pralinenherzen mit dem Tortenkörper gegossen. Aber die waren viel zu mächtig für diese Torte. Daher habe ich kurzerhand mit dem Gurkenhobel dünne Scheiben von den Kleinteilen abgehobelt und anschließend die Blüten ausgestochen. Die Herzen hatten ja schon die Form.


Ja und warum ich so lange Pause gemacht habe . . . ich hab mich erholt, mit anderen kreativen Dingen beschäftigt und überlegt, was ich in meinem Leben etwas leichter gestalten kann, damit auch mal Zeit für die "Relaxliege" im Garten bleibt. Meine Akkus waren fürchterlich leer, meine Schilddrüse ist der Meinung den Geist aufzugeben und somit waren Arztbesuche mit Strickzeug oder Lesestoff im Wartezimmer auch ein Zeitvertreib. Mir ist in dieser Zeit auch klar geworden, dass ich zwar viele Dinge könnte, aber nur weil ich sie kann, muss ich sie nicht machen. Denn wenn die Freizeit zum Stress wird, bin ich wohl etwas übers Ziel hinausgeschossen.

So nach und nach werde ich wohl auch das Eine oder Andere meiner Werkeleien zeigen. Aber ohne Hast und Eile, Tastatur ist geduldig . . . öh . . . oder wie war doch der Spruch . . .
ich meine damit, dass ich gerade, was meine Freizeit betrifft, mehr danach gehen möchte, was mir Spaß macht und nicht danach was ich glaube, was Andere von mir erwarten.

In diesem Sinne wünsche ich euch entspannte fröhliche und lebenslustige Momente, die euch bereichern und verbleibe

euer Yogablümchen


Montag, 6. April 2015



wünsche ich allen meinen treuen Lesern.





Dieses Jahr hat der Osterhase für meine Lieben auch etwas zum Baden in die Nester gelegt.
Ein festes Schaumbad, ohne Farbe, die finde ich meistens bei Badezusätzen unnötig, nur ein paar Zuckerperlen als Deko.




Sie bestehen aus Maisstärke, Betain, Milchpulver, Natron, Zitronensäure und Glyzerin. Beduftet sind sie mit Parfümöl "Azalea".


Heute werde ich nach den zwei Tagen Osterfeierlichkeiten das schöne Wetter nutzen und in den Garten gehen. Die Sonne lacht, die Vögel zwitschern, was braucht man mehr?



Dienstag, 31. März 2015

Flott

Flott Matfett ist ein Pflanzenfettwürfel zum Braten, Backen und Frittieren aus Norwegen.
Er besteht aus Sheabutter, Kokos- und Rapsöl ohne Zusätze.
Die prozentuale Zusammensetzung ist mir zwar unbekannt, da ich aber im Urlaub E-Mailkontakt mit der Firma Mills aufgenommen hatte, teilte diese mir freundlicher Weise die Verseifungszahl mit.
Der Rest ist Betriebsgeheimnis.

Da am letzten Wochenende IKEA meinen Weg kreuzte, hopste mir dort ein KRUS-Ersatzdividor in den Korb. Und so entstand ganz ohne Farbzusätze aus dem 500g Würfel ohne weitere Fette ein Seiflein, was mir sehr zusagt.
Die Färbung kommt nur durch die Parfümöle. Ich habe den Grund unbeduftet eingefüllt und den restlichen Leim halbiert. Jede Hälfte extra parfümiert mit "Relaxing" und "Mandarine Shock". Ich wusste, dass Relaxing braun färbt und denke, sie wird auch noch weiter nachdunkeln.

Überfettet ist sie mit 8 %
Die Lauge ist mit dest. Wasser angesetzt. Eine gute Gelphase hat sie auch "flott" durchgemacht.





Nachtrag:

Hier noch ein Bild vom 2. April 2015 mit der nachgedunkelten Seife. Ich bin immer wieder fasziniert von diesem Phänomen.


Montag, 9. März 2015

Butterfly..........oder die ersten Bienen sind schon fleißig

Gestern habe ich den ersten Schmetterling durch den Garten flattern sehen. Die wunderbar warmen Sonnenstrahlen haben ihn aus seiner Winterstarre gelockt. Er und die anderen frühen Insekten tummeln sich dankbar auf Krokus, Zaubernuss, Schneeglöckchen und Duftschneeball.

Sogar heute beim fotografieren der Seife, drängelte sich ein Bienchen ins Bild.

Darum lasse ich nun die frühlingshaften Bilder sprechen. Und weil ich die Stimmung auf den Fotos so schön finde, gibt's diesmal wieder die volle Dröhnung!!!


Die Gruppenfotos:














Für die Einzelformen hatte ich etwas Leim abgeteilt und extra beduftet.










Wenn die kleine Biene sich so ins Bild drängelt, darf die Seife ruhig unscharf auf dem Foto sein.



29,1 % Distel ho
25,2 % Kokos
19,4 % Schmalz
9,7 % Reiskeim
9,7 % Kakaobutter
2,9 % Rizi
3,9 % Mandel

Salz, Zucker, destl. Wasser
Duft für die Butterfly, "An afternoon in the garden", Farbe WEP Delphinium
Duft für die Einzelformen " Orangentraum", Farbe Gracefruit flüssig Aqua
10 % Überfettung




Dienstag, 17. Februar 2015

Ohnegrün....

ein Zebra-Pfau.

Da im Moment im Seifentreff die schönsten Swirlseifen der Gattung Zebra-Pfau erschaffen werden, konnte ich mich dem Sog nicht widersetzen und musste es auch probieren.
Wieder mit knalligen Farben, aber ohne Grün :-)
Da ich eine kleine Menge Parfümöl "Fresh Mango" (10ml) verarbeiten wollte, mir der Duft aber etwas lau aus dem Fläschchen entgegenkam, habe ich noch etwas ÄÖ Litzea hinzugegeben. Dadurch wurde er frischer und intensiver.
Bei dieser Minimenge Duft, konnte auch nur eine Minimenge Fett (250g) verarbeitet werden. In der kleinen Form ist auch nicht viel gestalterisch zu machen, aber ich denke verstecken muss ich sie nicht.

Ein einfaches Rezept, welches sehr lange flüssig bleibt, hat mir das Eingießen leicht gemacht.

Je 1/3 Kokosöl, Schmalz und Erdnussöl
8 % Überfettung
Lauge aus destl. Wasser mit 6 g Salz und 5 g Zucker
Farben WEP: Peacock, Delphinium, Fuchsia

Es ist schon erstaunlich, wie sich die Seife verändert. Frisch eingefüllt üppig glänzend mag ich sie sehr. Die heiße Gelphase sichert die leuchtenden Farben. Obwohl es der Guten hier schon fast zu heiß wurde



Der erste Schnitt, vertikal



Dann geht es horizontal weiter. Es sind dabei 4 Stücke plus einem vertikalen Endstück rausgekommen.


Die Oberseiten

Die Mittelseiten


Die Unterseiten mit dem Endstück