Donnerstag, 22. Oktober 2015

ICE ICE BABY

oder meine erste Weihnachtseife 2015.
Gestern ganz spontan, schlicht und so wie ich sie mir vorgestellt habe. Ich glaube auch meine schnellste Seife überhaupt.
Ein Stündchen in der 65 Grad warmen Backröhre, 30 Minuten zum Abkühlen auf der 8 Grad kühlen Außenfensterbank, kurz entschlossen noch warm mit dem Drahtschneider zerteilt und ratzfatz gestempelt.

Das Geheimnis, Wasserreduktion auf 25 % der Gesamtfettmasse. Lässt die Seife nicht bei diesen Temperaturen gelen, erspart Sodaasche, sie ist super auszuformen und zu schneiden. Was will man mehr.




Rezept:

29 % Olive
29 % Distel h.o.
22 % Kokos
16 % Reiskeim
4 % Kakaobutter
Auf 500 g Gesamtfettmasse 10 g Salz und 20 g Zucker im Laugenwasser aufgelöst.
8 % Überfettung

Ohne Farbe, PÖ Coconut Ice von Gracefruit, Glitter und Silbermica

Montag, 12. Oktober 2015

BLUTMOND ZAUBERNUSS UND ZINNOWITZ

Wer von euch auch in den frühen Morgenstunden des 28. Septembers das warme Bett gegen die kühle Nachtluft getauscht hat, kann sich wahrscheinlich genauso wie ich für ungewöhnliche Himmelserscheinungen und derer mystischer Stimmung begeistern. Von 4.11 Uhr bis 5.24 Uhr konnte man die totale Mondfinsternis beobachten. Ein Ereignis, dass die Menschheit schon immer faszinierte.
Außerdem war es ein Super-Blutmond, weil der Mond auf seiner Umlaufbahn besonders nahe an die Erde kam. Und ein Erntemond war es auch noch. Also wirklich ein ganz besonders Ereignis.
Und was macht das Yogablümchen dann? Na ist doch klar. Ein Seiflein sieden. Und da meine Zaubernuss schon in voller herbstlicher Pracht steht, haben mich die Farben inspiriert.
Nur zum fotografieren war dann kein schönes Licht. Die Farben schlecht darstellbar und irgendwie doof. Heute habe ich dann Fotos gemacht und darum gibt es erst heute den Post dazu. Die Zaubernuss hat allerdings die Farben schon wieder gewechselt. Der dunkelgrüne Anteil ist nun auch ins Goldgelbe übergegangen. Nur einzelne Blätter sind noch etwas grün.


Und ich war am Wochenende an der Ostsee in Zinnowitz. Der schöne Strandsand und ein Tütchen Sandorntee lockten mich heute auch wieder an die Töpfe und eine Schrubbelseife an einer Sisalkordel konnte entstehen.

So, langer Rede, kurzer Sinn, hier nun die Bilder und Rezepte.

BLUTMOND UND ZAUBERNUSS




In diesem Stück habe ich den Mann im Mond gefangen



Und hier sind Zaubernuss und Mond vereint




Rezept:
70% Margarine aus Norwegen (enthielt 70 % Fett aus Raps und Kokos, 22 % Wasser und 8 % Milch)
30% Olivenöl aus Norwegen
8 % Überfettung
Wasser auf 25 % der Gesamtfettmasse reduziert
Duftmischung aus 2 Teilen ÄÖ Lemongras, 1 Teil ÄÖ Eucalyptus, 1 Teil ÄÖ Fichtennadel und 1 Teil PÖ Coconut Ice
Farben: Rot: Mischung aus Behawe Rosenrot und WEP Caput Mortuum, Grün: WEP Hedgerow und flüssiges Gracefruit Green, Gelb: WEP Cowslip

Sie hatte eine Gelphase, war beim Schneiden noch sehr wasserhaltig und äußerst gut zu stempeln. In der Zwischenzeit ist sie gut abgetrocknet.

ZINNOWITZ






Rezept:
10 % natives Avocadoöl
30 % natives Olivenöl
20 % Erdnussöl
32 % Kokosöl
8 % Kakaobutter

10 % Überfettung
Laugenflüssigkeit aus Sanddorntee (Wasser auf 25 % der Gesamtfettmasse reduziert, Meersalz und Zucker darin aufgelöst)

Zusätze:
5 Teelöffel Ostseesand auf 500 g Gesamtfettmasse
und in einem kleinen abgeteilten Leimteil noch 1 gestr. Teelöffel gemahlener Sanddorntee gemischt mit 1 gestr. Teelöffel Rügener Heilkreide und ein Schluck Sanddorntee
Duft: PÖ Plumeria
Farben: Keine



Dienstag, 15. September 2015

Picolino

mit Hafersahne.




Der ungefärbte Grundleimrest schrie förmlich nach der Mondform


Rezeptgrundlage war auch hier das Hautsache Mild von Petra, da es mir in der Verarbeitung und Haptik der letzten Seife sehr zugesagt hatte.

Diesmal zur Abwechslung mit möglichst viel "Natur".
Bis auf das wunderbar duftende PÖ "Cucumber & Melon" von Scent Perfique, habe ich mit Tonerde, Heilkreide, Gurkensaft (aus eigener Ernte der Mini Snackgurke Picolino) und Hafersahne gearbeitet.

Den Leim habe ich diesmal etwas länger emulgiert, er war nicht mehr ganz so zum Spielen geeignet. Dies kann aber auch an der Zugabe der Hafersahne und des Gurkensaftes liegen. Aber grundsätzlich hat sich alles sehr gut verarbeiten lassen.

Rezept:

29 % Olive
29 % Distel h.o.
22 % Kokos
16 % Reiskeim
4 % Kakaobutter
Auf 500 g Gesamtfettmasse 10 g Salz in 90g Gurkensaft aufgelöst und daraus die Lauge bereitet.
20 g Zucker in 50 gr. Hafer-Cuisine aufgelöst und dem emulgierten Leim zugesetzt
8 % Überfettung

Tonerden grün, gelb, schwarz (Schiefer), sowie Rügener Heilkreide

Und hier noch ein Bild der Spender des edlen Saftes (Den kleinen Snackgurken war dieses Jahr nicht bewusst, dass sie eigentlich kleinwüchsig sind, es war eine sehr gute Ernte. Die gelben Kugeln sind 2 Exemplare der Zitronengurke. Die hat dafür dieses Jahr etwas geschwächelt)


Ach ja und ein Draufsichtfoto vom frisch eingefüllten Seiflein hab ich ja auch noch

Dienstag, 8. September 2015

Frische Wäsche der letzten Saison

Da ich bedingt, durch die Frühjahres- und Sommerseifelenthaltsamkeit auch den Trends im Seifentreff hinterherhinke, stand schon länger auf dem Plan eine Technik und ein Rezept von Petra auszuprobieren. Auf ihrem Blog sind sehr anschauliche Videos, die diese Technik zeigen.

Ihr Hautsache-Mild Rezept eignet sich wunderbar, um lange mit dem Seifenleim rumzuspielen, bei einer Verarbeitungstemperatur von 28 Grad Celsius und einer Wasserreduktion auf 25 % eine entspannte Angelegenheit, trotz 6 Farben plus Grundleim.
Allerding hätte ich mehr Grundleim lassen sollen. Die Farben nehmen mehr Raum ein, als ich gedacht hätte.

Beduftet wurde der Leim mit dem auch sehr braven und nach frische Wäsche duftenden PÖ "Clean Cotton" von Sent Perfique.
Die Farben sind die WEP Cambray, Peacock und Lavender sowie das dunkle Rosa von Bösner. Schwarz ist med. Buchenholzkohle und Weiß Tio.

Wer das Rezept von Petra nicht kennt, kann es auf ihrem Blog nachlesen oder weil ich immer Rezepte dazu schreibe, auch hier.

29 % Olive
29 % Distel h.o.
22 % Kokos
16 % Reiskeim
4 % Kakaobutter
Auf 500 g Gesamtfettmasse 10 g Salz und 20 g Zucker im Laugenwasser aufgelöst.
8 % Überfettung

Dieses Seifchen kam in eine Isokiste mit Wärmflaschen und war trotz nicht stark wahrnehmbarer Gelphase recht schnell hart. Mein Entschluss, sie dann am gleichen Abend noch warm zu schneiden war goldrichtig. Bei der Salzmenge hatte ich Bedenken, dass sie splittern würde, wenn ich sie bis heute ruhen ließe. Ich glaube es war seit langen die glatteste Schneideaktion, ohne jegliches Schmieren oder Splittern, der Draht ging durch, wie Butter.


Das Topping sieht nach dem dünnen Abhobeln nun doch besser aus, als ich dachte (ich hatte doch etwas zu enthusiastisch mein Stäbchen geschwungen.

 
 
Hier die frisch eingefüllte Ansicht
 

Die Reste kamen in meine Lieblingsblüte, sie ist etwas heller als auf dem Foto. Das Licht war schon nicht mehr so dolle.


Zum Abschluss möchte ich noch eines meiner Gartenkinder zeigen. Sie ist eine stille Schönheit, die Schopflilie. Sie wohnt schon ein paar Jahre bei mir. Aber dieses Jahr hatte sie ihren großen Auftritt. Ich sage nur, gute Erde, richtiger Standort und jeden Tag ein paar nette Worte.




Montag, 3. August 2015

Der Blaue Mond ist aufgegangen

und nun kann ich auch ein paar Fotos zeigen.

Etwas geziert hat sich das Seifchen schon. Die Schwitzperlen, die sich bei der Verseifung auf den Oberflächen gebildet hatten, wollten nicht schnell einziehen und mehr als noch einen Tag Geduld hatte ich nicht. Daher habe ich mich entschieden, die Tropfen abzutupfen. Den Küsschentest hat sie anstandslos bestanden und nun konnte ich schneiden.
Durch den hohen Blütenanteil, hat sie sich dem Wellenschnitt und auch den Stempelversuchen widersetzt. Ein Bruchstück und ein "Verstempeltes" waren genug. Daher darf sie sich im "Naturkleidchen" präsentieren.
Man kann sehr gut die Schicht erkennen, in die ich noch extra Blüten püriert hatte.




Der kleine SpongeBob Schwammkopf ist für mein Enkelchen reserviert. Der darf extra lange reifen.


Der Duft entwickelt sich in eine umwerfend liebliche Richtung mit Frische. Sehr sehr lecker. Ich schleiche oft zum Schnuppern dran vorbei.

Freitag, 31. Juli 2015

Blauer Mond..............ein seltenes Vollmondereignis

und eine gute Gelegenheit, dieses für mich zu nutzen.
Vollmondnächte sind ja schon für sich alleine immer etwas Besonderes. Aber dieser Vollmond, der nicht wirklich blau ist, sondern ein zweiter Vollmond im laufenden Monat, ist Ausdruck starker Frauenkraft.

Mein Mond-Ritual soll mich in meinem Entschluss bestärken, mich leichter von Dingen zu trennen und mein Zuhause zu entrümpeln und damit Platz für die Dinge zu schaffen, die mir wirklich am Herzen liegen. Was liegt da näher, als dies mit dem entspannten Sieden einer guten Naturseife zu tun.

Meine Gedanken dabei: Einfach und natürlich, mit frischen sonnigen Ringelblumenblüten, ätherische Öle aufbrauchen, nichts dazu einkaufen.
Ach ja, und das Ringelblumenöl vom letzten Jahr soll auch noch mit rein. Neues wird wieder angesetzt und es wäre schade, wenn das alte nicht genutzt würde.

Mein entspannt zusammengebasteltes Rezept verspricht eine milde Seife.

Mandelöl (Ringelblumenöl) 10,6 %
Olivenöl 47,5 %
Kokosöl 19 %
Kakaobutter 13,3 %
Reiskeimöl 9,5 %

536 g Gesamtfettmasse

8 % Überfettung, 10 g Meersalz in die Lauge aus destl. Wasser, etwas reduziert

Und mindestens 4 Hände voll frischer Ringelblumenblüten.

Beduftet mit ca. 3,5 % ÄÖ auf die Gesamtfettmasse
6,5g Citronella (Melissa indica), 6,5g Lavendel, 2,2g Sandelholz, 1,1g Ylang Ylang extra, 2,5g Rosenholz

Nun ruht die gute im warmen Isokistchen, zusammen mit 2 Einzelförmen, eins davon natürlich eine Mondform.


Drückt mir mal die Daumen, dass sie hält, was sie verspricht.




Montag, 13. Juli 2015

Die Pause ist vorbei . . . es geht weiter . . . mit

einer Seifentorte, einem Geburtstagswunsch, vor dem ich mich diesmal fast gedrückt hätte.

Irgendwie kam ich nicht an die Seifentöpfe, entweder war es zu warm, oder etwas anderes stand auf dem Plan, so wirklich hatte ich keine Idee, außerdem hatte ich mir ja vorgenommen, meine Bestände an Rohstoffen etwas zu verringern und hatte dabei aber übersehen, dass man für eine Torte doch eine etwas größere Menge an Parfümöl benötigt.

Aber am Wochenende war es dann soweit. Das Wetter hat mitgespielt und ich konnte wieder bei normalen Temperaturen, die mir nicht schon beim Gedanken den Herd anzuwerfen, Schweißperlen auf die Stirn trieben, in Ruhe in meinen Rohstoffen kramen und so etwa die Richtung bestimmen, in die es mit der Torte gehen könnte.

Und wie es so oft bei mir ist, bin ich erst mal dabei, läuft es wie von alleine. Nur nicht starr festlegen, sondern einfach schauen was kommt.

Heraus kam eine "Relaxte Lindenblütentorte"







Der Tortenboden, hat von mir ein Waffelmuster verpasst bekommen.



Die Reste finden auch immer wieder Verwendung.


Rezept:
Man nehme........

je 25 % Kokos, Palm, Olive und Distel h.o., rühre eine Lauge aus destl. Wasser mit NaOH für eine 8%ige Überfettung an, verzaubere beides zu einer Masse und färbe die Tortenmasse mit gelber Bösnerfarbe, bedufte sie mit PÖ Lindenblüte, was schnell verarbeitet werden sollte und nur mit dem Rührlöffel eingemischt wird, weil es schnell Grießbrei erzeugt. Fülle es in den Tortenbehälter und mische eine neue Masse für den Tortenboden, welcher ungefärbt mit PÖ Relaxing beduftet wird und sich, wenn alles wie geplant läuft, in den nächsten Tagen noch zu Schokobraun verfärben wird.

Am nächsten Tag rühre man eine Whipped aus je 40 % Kokos und Palm und 20 % Raps und einer Lauge für 8% Überfettung mit destl. Wasser (alles sehr vorsichtig, schön kühl aufgeschlagen) bedufte nicht, dressiere es auf den ausgeformten Tortenkörper und garniere das Ganze mit Blüten, Herzen und etwas Glitzer.

Eigentlich hatte ich kleine Tortenstücke und gelbe Pralinenherzen mit dem Tortenkörper gegossen. Aber die waren viel zu mächtig für diese Torte. Daher habe ich kurzerhand mit dem Gurkenhobel dünne Scheiben von den Kleinteilen abgehobelt und anschließend die Blüten ausgestochen. Die Herzen hatten ja schon die Form.


Ja und warum ich so lange Pause gemacht habe . . . ich hab mich erholt, mit anderen kreativen Dingen beschäftigt und überlegt, was ich in meinem Leben etwas leichter gestalten kann, damit auch mal Zeit für die "Relaxliege" im Garten bleibt. Meine Akkus waren fürchterlich leer, meine Schilddrüse ist der Meinung den Geist aufzugeben und somit waren Arztbesuche mit Strickzeug oder Lesestoff im Wartezimmer auch ein Zeitvertreib. Mir ist in dieser Zeit auch klar geworden, dass ich zwar viele Dinge könnte, aber nur weil ich sie kann, muss ich sie nicht machen. Denn wenn die Freizeit zum Stress wird, bin ich wohl etwas übers Ziel hinausgeschossen.

So nach und nach werde ich wohl auch das Eine oder Andere meiner Werkeleien zeigen. Aber ohne Hast und Eile, Tastatur ist geduldig . . . öh . . . oder wie war doch der Spruch . . .
ich meine damit, dass ich gerade, was meine Freizeit betrifft, mehr danach gehen möchte, was mir Spaß macht und nicht danach was ich glaube, was Andere von mir erwarten.

In diesem Sinne wünsche ich euch entspannte fröhliche und lebenslustige Momente, die euch bereichern und verbleibe

euer Yogablümchen