Mittwoch, 31. Mai 2017

Løvetann

bedeutet Löwenzahn.

Hier ist der Name Programm.
Eine rustikale norwegische Löwenzahnseife.
Außerdem auch noch ein Ghost-Swirl in einer norwegischen Eisschachtel. Nur leider waren die Leime so schön flüssig, dass ich doch besser Trennstege hätte basteln sollen. Das hätte die Leime voneinander getrennt, bis es dann soweit zum Swirlen gewesen wäre. So habe ich sie aber nur frei Hand eingefüllt und es wurde ein "buntes Durcheinander".
Trotz allem sind die unterschiedlichen "Farben" einigermaßen erkennbar.
Da ich hier auch über keinen guten Hobel, sondern nur einen etwas groben Käsehobel verfüge, habe ich damit nur die Kanten "geglättet", die Oberfläche würde ich damit nur verschlimmbessern.

Grundrezept ist wie gehabt:

50 % Flott Matfett (aus Sheabutter, Kokos und Rapsöl)
25 % Olivenöl aus Norwegen
25 % Rapsöl aus Norwegen

8 % Überfettung
Laugenflüssigkeit ist Wasser des Stangvikfjordes

Duft: Eine Mischung aus ätherischen Ölen
ca. 23 g auf die Gesamtfettmasse von 500 g.
(8 g Citronella, 8 g Lavandin, 2 g Sandelholz, 2 g Rosenholz, 2 g Ho Öl, 2 g Sternanis und ein paar  Tropfen Ylang-Ylang es war ein Rest im Fläschen)

Und natürlich Löwenzahnblütenblätter, die Blüten frisch von der norwegischen Wiese gepflückt, für 3 Tage in der Ölmischung am warmen sonnigen Fenster ziehen lasse und dann fein in dem Öl püriert.

Und nun kommen die Bilder der Löwenzahnklötzchen.





Die Seifensachen habe ich nun wieder zusammengepackt. Es gibt hier soviel zu sehen und zu erleben oder auch nur sitzen und gucken ist schön, dass mir die beiden Seifen ausreichen.

Ich komme ja wieder und dann sollten ja auch noch Ideen übrig bleiben, die dann verwirklichen kann.

In diesem Sinne grüße ich alle meine Leser und freue mich über liebe Kommentare.

Vi ses!

Sonntag, 28. Mai 2017

Norwegischer Milchgeist

Yogablümchen ist wieder in Norwegen. Schön ist es hier, egal ob es regnet oder die Sonne scheint. Die Ruhe, die Luft, die Landschaft...........alles gibt Kraft und erfreut die Seele.

Und darum ist auch wieder meine Seifengrundausstattung mit in den Urlaub gefahren, weil hier eine Seife erschaffen, sehr entspannend wirkt.
Wie immer, werden die Fette verseift, die es hier vor Ort zu kaufen gibt. Die Zusätze sollten auch von hier sein. Nur die ätherischen Öle und das NaOH hab ich mitgebracht. Diese wären hier zu kompliziert zu besorgen.

Ein bewährtes Rezept habe ich auch schon.

50 % Flott Matfett (aus Sheabutter, Kokos und Rapsöl)
25 % Olivenöl aus Norwegen
25 % Rapsöl aus Norwegen

8 % Überfettung

Einziger Zusatz ist die Laugenflüssigkeit, diese besteht diesmal vollständig aus Kulturmelk

Duft: Eine Mischung aus ätherischen Ölen
ca. 22 g auf die Gesamtfettmasse von 500 g.
(8 g Limette destl., 7 g Geranium, 4 g Palmarosa, 2 g Lemongras, 15 Tropfen Patchouli)

Und warum ist diese Seife ein Milchgeist? Na weil ich den Ghost-Swirl ausprobiert habe. Was es damit auf sich hat, kann man bei Auntie Clara nachlesen. Kurz beschreiben würde ich es so: Es wird nur durch unterschiedliche Flüssigkeitsmengen, mit der die einzelnen Leime verseift werden, eine unterschiedliche Haptik und Optik erzeugt. Entweder erzeugt man einen wasserreduzierten Grundleim, den man teilt und bei einem Teil dann zusätzliches Wasser hinzufügt oder man rührt gleich zwei unterschiedliche Laugen an und teilt die Fettmenge. Ein Teil der Fettmenge wird mit der wasserreduzierten Lauge angerührt, dies tut man am besten zuerst, denn dieser Leim bleibt länger flüssig. Dann rührt man den zweiten Teil der Fettmenge mit der wasserreichen Lauge an. Dieser dickt schneller an. Dann kann man sie nach Belieben in die Form füllen.
Die Leime gehen unterschiedlich schnell in die Gelphase und sollen auch unterschiedliche Temperaturen erreichen. Dadurch entsteht der Geister-Swirl.

Wer sich mehr dafür interessiert, gerade läuft im Seifentreff ein Workshop dazu.

Und nun die Fotos von meinem Norwegischen Milchgeist




Und hier noch ein paar Fotos der Herstellung

links die Lauge mit 89 g Kulturmelk, rechts die Lauge mit 52 g Kulturmelk

links der flüssigkeitsreduzierte Leim, rechts der flüssigkeitsreiche Leim

Man sieht die Gelphase, die zeitlich unterschiedlich verläuft

Ach ja, die Kulturmelk hatte ich eingefroren und mit diesen Eiswürfeln das NaOH angerührt.

Ich hoffe, Euch gefällt mein kleiner Geist.

Es grüßt aus Norwegen, das Yogablümchen




Montag, 3. April 2017

Torten zum 30................und Rügen feiert mit

Ein runder Geburtstag ist immer ein schöner Anlass um einen Seifentorte zu "backen".
Meine "kleine" Tochter wurde 30 Jahre alt und darum gibt es auch für sie ein Törtchen. Gesiedet wurde sie nach meinem bewährten Tortenrezept, als besonderer Zusatz kam aber diesmal selbst gesammelte und aufbereitete Rügener Heilkreide mit dazu, denn wir waren zuvor mit der ganzen Familie auf Rügen. Somit schwingt hier die Erinnerung an diese schöne Zeit noch eine Weile mit. Ein kleiner Bernstein ziert sie noch zusätzlich.


Auf diesem Foto kommt die Farbe gut rüber. Leider hatte ich heute zwar Zeit, aber keine Sonne zum fotografieren.


Daher kam der Blitz mit dazu, damit das Glitzern eingefangen wird. Schon nicht schlecht, aber da geht noch was.


Ein schönes Einzelstück und zwei Tropfen kamen auch noch dabei raus. Das Einzelstück einmal auch von hinten fotografiert, weil ich die Maserung sehr gelungen finde. Zufallsglück.




Rezept bei 8 % LU /ÜF

29 % helle Olive
29 % Distel h.o.
22 % Kokos
16 % Reiskeim
4 % Kakaobutter
20 g Salz und 40 g Zucker in 250 g destl. Wasser für 1000 g Gesamtfettmasse.
30 g Heilkreide mit 30 g destl. Wasser und 30 g von den Ölen als Creme angerührt und in den geschmolzenen Fetten einpürriert.
beduftet mit 3 % PÖ Verbene (Verseifer)
Farbe WEP Mischung aus Hedgerow und Peacock

Für die Deko des Tortenkörpers habe ich farbigen Leim abgezwackt und die Aufleger gegossen.
Die "Sahne" wurde nach gleichem Rezept nur ohne Farbe und noch etwas Tio in der Heilkreidecreme gemacht. Ganz normal CP, aber angedickt und dann mit dem Mixer aufgeschlagen und mit einen Spritztülle aufgebracht.


Und weil wir beim Tortenthema sind. Gebacken habe ich auch...........richtig zum Essen..............

Pinacolada-Geburtstagstorte mit Ananas und Kokos.


Und einen Rhabarberkuchen mit Baiserhaube.


Und somit ist ein schönes Familienfest zu Ende.


Freitag, 20. Januar 2017

Winterglitzer...............oder Reste sind das Beste

eigentlich ist dieser Beitrag schon längst fällig.
Aber.............ich konnte die Optik dieser Seife nicht richtig einfangen. Gefühlte 2000000000 Fotos, bei unterschiedlichen Lichtverhältnissen und trotzdem kommt es auf den Fotos nicht rüber. Das wunderbare Glitzern auf der recht hellen Seifen mit den strahlenden Farben.
Bevor ich nun noch länger warte, habe ich die gemachten Fotos gnadenlos aussortiert und gelöscht bis nur noch eine Auswahl übrig blieb. Da kann ich mich nun nicht mehr entscheiden und zeige sie alle.

Diese Seife ist die versprochene Resteseife aus den Abschnitten der Velda.

Und weil es so schön geschneit hatte, habe ich die Lauge mit Schnee angesetzt. Ein lustiger Spaß, ist ja auch nur Wasser, aber irgendwie reizt mich diese blütenweiße Pracht, wenn sie frisch gefallen ist.

Da es eine Resteseife ist, habe ich auch geschaut, welche Fette und Öle sich in geringen Mengen im Schrank oder Gefrierfach versteckt hatten. Reismilch musste auch noch mit rein. Das gab zusammen ein bunt gewürfeltes Rezept mit ausreichender Härte, genügend Schaum und Pflege.

Der Vollständigkeit halber schreibe ich es auf, obwohl es so wahrscheinlich nie wieder reproduziert wird.

150 g Kanten-und Hobelkrümel der Velda

 und Leim zum Verbinden aus:

20,2 % Sonnenblumenöl h.o.
15,9 % Kokosöl
15,9 % Olivenöl
15,2 % Avocadoöl
11,3 % Kakaobutter
10 % Gänseschmalz
7 % Wildschweinfett
2,3 % Bienenwachs
2,3 % Mandelöl

Zusammen sind es 100,1 %, naja, da ich die Fette in Gramm eingegeben haben, ist dies eine Rundungsgeschichte in Bezug auf die Prozente.

441 g Gesamtfettmasse, 10 % LU, 80 g frisch gefallener Schnee, 75 g selbst gemachte Reismilch
fürs Topping WEP Perlglanz Summersky
Duftmischung aus Cucumber & Melon und Pink Grapefruit & Basil, beides von Scent Perfique

Mit dem wunderbaren Stempel hat mir die liebe Rokoud eine riesengroße Freude bereitet. Das war wirklich ein Überraschung und eine so liebe Geste.
An dieser Stelle ganz öffentlich: "Vielen Lieben Dank".

Und nun kommen die Fotos










Meinen Nautilusstempel wollte ich auch noch ausprobieren.



Ebenfalls den Katzenstempel, den mir mein lieber Göga gefertigt hatte.



Die Reste kamen in die Blütenform. Schön kann man das Perlglanzpigment erkennen.


Das war es nun, viel Worte für eine BesteResteSchneeGlitzerReismilchGänseUndWildschweinfettKonfettiSeife.

Ich hoffe sie gefällt euch. Ich schleiche jedenfalls immer um die Reifekiste und schnupper ihr den Duft weg. Davon werde ich auf jeden Fall ein Stück für mich selbst reservieren.


Sonntag, 8. Januar 2017

Ein seifiges Wochenende..........oder Seidenreismilch 2 und Velda

Da ich vom Ergebnis des Rezeptes mit der SEIDENREISMILCH sehr angetan war, sollte gestern eine Wiederholung folgen. Nur mit ein paar kleinen Änderungen in der Vorgehensweise.

Diesmal habe ich die Lauge komplett mit Reismilch angerührt. Zuvor das Salz in der Reismilch aufgelöst, die Seide reingeschnippelt und dann das NaOH dazu.
Was sich mir dann für ein Anblick bot, habe ich fotografisch festgehalten. Denn nun musste ich mutig sein. Es hätte auch ein Fehlschlag werden können.


Denn diese gelartige Paste, fast wie Vaseline, in die sich die Seidenreismilch durch das NaOH verwandelte, habe ich in die Öle gelöffelt, gießen ging ja nicht und dann kräftig püriert. Es hat geklappt. Dabei musste ich leider auch darauf verzichten, die "Lauge" durch ein Sieb zu gießen, was ich sonst immer tue.
Die Seifen habe ich deshalb einer besonders genauen Prüfung mit dem Küsschentest unterzogen. Ich habe sie zwar noch nicht angewaschen, aber von der Haptik finde ich die erste Version etwas angenehmer und vor allem sagt es mir auch nicht unbedingt zu, solche Laugenpampe zu verarbeiten.

Durch die andere Vorgehensweise, hat die Seife eine etwas hellere Farbe erhalten. Dies konnte ich im Vergleich erkennen, da ich auch diesmal ein Schweinchen unbeduftet und ungefärbt belassen habe.

Weiterhin habe ich ein Schweinchen mit dem Interferenzpigment gefärbt. Diesmal 3 g auf 100 g Seifenleim.
Es ist ein deutlicher Unterschied. Es sieht ähnlich wie Perlmutt aus. Auf jeden Fall mehr Effekt als bei der Version mit 1 g auf 100 g Seifenleim.

Die Pigmente sind viel besser zu erkennen.
links 1g und rechts 3g Interferenzpigment grün auf 100 g Seifenleim


Für die restlichen Formen habe ich diesmal ein wenig Leim mit WEP Pigment Fuchsia gefärbt um ein kleinen Topfswirl mit einzubringen. Beduftet wurden sie mit Kome & Kajitsu. Der Duft passt auch zum natürlichen Reisduft.


Oben mit Duft und Interferenz, links ohne Duft , rechts mit Duft und Fuchsia


Und da ich die Abwechslung liebe, war mir auch noch nach einer farbenfrohen Seife. Es entstand

VELDA

hier frisch eingefüllt.






Rezept:

12 % LU, 15,6 g Ursalz in dest. Wasser

29,94 % Olivenöl
28,14 % Palmöl
24,95 % Kokosöl
13,97 % Gänseschmalz
3,00 % Rizinussöl

PÖ Cucumber & Melon von Scent Perfique
WEP Pigmente Peacock und Delphinium



Leider habe ich die Heizdecke, auf der ich die Seifen in die Gelphase schicke, etwas zu hoch eingestellt. Man sieht die "wunderschönen" Hitzepocken.


Dadurch war etwas Hobelarbeit an den Kanten und Rückseiten notwendig. Die daraus anfallende Abschnitte und ein paar kleine Einleger, die so überhaupt nicht zu gebrauchen waren, habe ich zerkrümelt und musste daher "leider" heute noch eine Resteverwertungsseife sieden. Diese kühlt aber noch ab und wird morgen ausgeformt.


Montag, 2. Januar 2017

Seidenreismilch............

ein reines unschuldiges sanftes Seifchen.

So wie das Jahr 2017, das gerade begonnen hat. Ich weiß noch nicht, was es bringen wird, alle Möglichkeiten sind noch offen. Es liegt auch an mir, wie es werden wird. Sanft und schön soll es werden, Freude bringen, Glück, Frieden und Zufriedenheit und alle meine Lieben sollen gesund bleiben. Ein bisschen Abenteuer und Wagemut darf aber auch sein.

Alle diese Wünsche und Vorstellungen gingen mir durch den Kopf, als ich mein Silvesterseifchen plante. Und dieses Seifchen entspricht voll und ganz meinen Vorstellungen.

Das Schweinchen soll auch ein Symbol für das Glück sein, welches ich euch allen für 2017 wünsche.



Rezept:
28 % Reiskeimöl
28 % Olivenöl
20 % Kakaobutter
20 % Kokosöl
4 % Rizinussöl

2 % Ursalz (auf die Gesamtfettmasse) und Tussahseide in der fast 1:1 reduzierten Lauge aufgelöst,
den Rest der Flüssigkeit als selbstgemachte Basmatireismilch zum emulgierten Leim hinzugefügt

Und weil ein neues Jahr beginnt, ist gerade der richtige Zeitpunkt mich vom alten Begriff "Überfettung" zu verabschieden. Ich ersetze ihn durch "Unterlaugung", weil er eher der Realität entspricht und ich nicht an "alten Zöpfen" festhalte.

Also hat diese Seife eine Unterlaugung von 8 %.

Wer sich mehr dafür interessiert, dem kann ich den "Seifentreff" empfehlen. Dort wird man immer auf dem neuesten Stand gebracht, was die Welt der Seifenherstellung zu bieten hat.

Beduftet wurde die Seife mit dem Parfümöl "Green Tea & Cucumber" von den Verseifern. Der passt meiner Meinung super zum Duft der Reismilch.
Ein Schweinchen blieb unbeduftet, denn ich wollte testen, ob der Duft, den der Basmatireis ausströmt in der Seife hält.
Also bis heute tut er das und das finde ich toll. Sie duftet wie frisch gekochter Basmatireis. Lecker.
Ein Schweinchen bekam auf 100 g Seifenleim 1 g WEP Interferenz-Pigment Grün. Auch das war ein Test, denn Interferenzpigmente haben keine eigene Farbe.
Ich hatte erwartet, dass die Seife im Licht vielleicht wie eine Perle schimmern wird. Das ist aber leider nicht der Fall. Ich starte bestimmt noch einen Versuch mit eine höheren Dosierung.
Was Interferenzpigmente sind, wird gut bei Wikipedia beschrieben.



Oben mit Duft, links ohne, rechts mit Duft und Interferenz-Pigment(diese Seife erscheint dunkler auf dem Foto, in Natura aber nicht):




An der abgehobelten Kante kommt das Interferenz-Pigment zum Vorschein, allerdings ist es nur in der Vergrößerung oder mit der Lupe richtig gut zu sehen.



Der sehr frühe Anwaschtest heute, kann dieser Seife jetzt schon einen außergewöhnlich schönen und schmeichelnden Schaum bescheinigen. Er war üppig, kleinporig und super cremig. Die Hände fühlten sich überhaupt nicht ausgetrocknet an. Ich bin gespannt, wie sie sich entwickelt, wenn sie die Reifezeit von 6 Wochen hinter sich hat.

Ich freue mich auf dieses neue Jahr, ein Jahr mit hoffentlich auch viel Zeit zum Seifeln.